Sport verbindet Menschen

wjt Zusammen gespieltBistum Trier beim Fußball-Turnier „Copa Catolica“ auf dem Weltjugendtag

Krakau/Bad Breisig/Zell/Saarbrücken – Kick, Pass und Tor! Die Menge jubelt. „Bistum Trier“ tönt der Fußballschlachtruf vom Fan-Rand. Beim „Copa Catolica“ des Weltjugendtags in Krakau beteiligen sich 25 Nationen und doppelt so viel Mannschaften. Auch das Bistum Trier hat eine Mannschaft gestellt, als eine von drei deutschen Teams.

"Ich fühle mich sehr bereichert“

Saarbrückerin engagiert sich bei Tagen der Begegnung zum Weltjugendtag in Polen

csm 9 Elisa aus Saarbrucken eeaf7b6db6Elisa Gelz aus Saarbrücken

 

Oppeln/Saarbrücken – Nicht nur die Gastfamilien „genießen“, sondern auch etwas für die Gemeinschaft tun. Das mache für Elisa Gelz (15) aus Saarbrücken die Tage der Begegnung im Vorfeld des Weltjugendtages aus. Mit einer Harke in der Hand steht sie auf einem Friedhof im polnischen Kup. Und gemeinsam mit den anderen zwölf Saarländern aus ihrer Gruppe sowie polnischen Jugendlichen pflegen sie die Gräber von Verstorbenen, um die sich keine Angehörigen mehr kümmern. Insgesamt rund 150 junge Leute aus dem Bistum Trier nehmen an den Tagen der Begegnung im Bistum Oppeln teil. Zum Weltjugendtag in Krakau kommen weitere 250 dazu. Bei den Tagen sollen die jungen Leute Land, Leute und den Glauben in Polen kennenlernen.

„Ich fühle mich sehr bereichert“, sagt Elisa über die Tage der Begegnung. Sie habe viel über die Sitten und Gebräuche in Polen gelernt, gemeinsam getanzt, gefeiert, gebetet – und sich sozial engagiert. „Es hat uns zusammengeschweißt.“

Unvergessliche Eindrücke

12 ganz bunt Oppeln/Koblenz/Neunkirchen/Gerolstein – „Gast im Haus, Gott im Haus“ lautet ein polnisches Sprichwort. Die polnische Gastfreundschaft haben rund 150 Pilger aus dem Bistum Trier erleben können. Bei den Tagen der Begegnung (20. bis 25. Juli) im Vorfeld des Weltjugendtages in Krakau verbrachten sie Zeit in Gastfamilien innerhalb Pfarreien im Bistum Oppeln, erkundeten die Umgebung, feierten Gottesdienste  und engagierten sich in sozialen Projekten.

„Es ist viel mehr als eine Gastfamilie“, sagt Lena Pohl (20) aus Koblenz. In den Tagen der Begegnung lebte sie eine Woche lang in einer Familie mit Großeltern, Eltern und Kinder. „Man gehört direkt dazu“, sagt die junge Frau. „Es ist einfach schön hier.“ Beeindruckt habe sie die Gemeinschaft: „Das Singen, das Beten – und das in unterschiedlichen Sprachen. Man wächst einfach zusammen.“ Sie habe viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Beim Weltjugendtag freut sich Lena, die zum ersten Mal dabei ist, besonders auf die große Abschlussmesse mit Papst Franziskus, bei der rund zwei Millionen junge Leute aus aller Welt erwartet werden.

Der Empfang in den Gastfamilien war für Marie Condné (17) aus Gillenfeld bislang ihr Höhepunkt. „Wir wurden mit einer unglaublichen Freude und mit offenen Armen aufgenommen.“ Die Gastfamilien seien „so lieb“, schwärmt sie. Und sie konnte viele Kontakte mit polnischen jungen Leuten aufbauen. In Krakau freut sie sich auf den Abschlussgottesdienst mit Papst Franziskus, die Gemeinschaft der zahlreichen anderen jungen Leuten und das gemeinsame Singen der Pilgerhymne. „Wenn man zusammen singt, und sich alle an den Händen halten, ist das ein sehr schönes Gefühl“, sagt Marie. „Es schweißt zusammen.“

 

csm wjt schmidt cc8219cd19Stephan Schmidt aus Gonnesweiler

Die Tage der Begegnung seien „sehr spannend“ gewesen, sagt Stephan Schmidt (26) aus Gonnesweiler. „Die Menschen hier sind sehr gastfreundlich.“ Beim Weltjugendtag sei es schön zu sehen, dass sich „so viele Leute aus dem Glauben heraus auf den Weg machen, um diesen zu feiern.“ Die vielen Begegnungen sowie ein großes Fest in Oppeln mit rund 6.000 Pilgern hätten einen großen „Vorgeschmack“ auf den eigentlichen Weltjugendtag gegeben. „Das wird sehr spannend.“ Nun freue er sich auf die vielen Menschen aus aller Welt und darauf, den Papst zu sehen.

„Selig die Barmherzigen“ ist das Leitwort des diesjährigen Weltjugendtages. „Und die haben wir hier erfahren dürfen“, sagt Weihbischof Jörg Michael Peters, der die jungen Menschen beim Weltjugendtag begleitet. Beeindruckt habe ihn die soziale Aktion, bei der die jungen Menschen Plätzchen gebacken hatten und sie Alten und Kranken überbrachten. „Das war von einer unbeschreiblichen Herzlichkeit geprägt.“ Die Tage der Begegnung in Oppeln seien „wirklich gesegnete Tage gewesen.“ Und für die Jugendlichen seien es „unvergessliche Eindrücke“

Ich war sofort begeistert

11 Gruppe vom Sponheimer Land 01 Die Gruppe der Pfarreiengemeinschaft Sponheimer Land

Oppeln/Bad Kreuznach – Polnisch kochen, sich über das Land und seine Kultur informieren, und über den Glauben austauschen. So hat sich eine Gruppe aus der Pfarreiengemeinschaft Sponheimer Land rund ein Jahr lang vorbereitet. Nun sind sie beim Weltjugendtag in Krakau mit dabei. Bei den Tagen der Begegnung, eine Woche vor dem eigentlichen Weltjugendtag, haben die rund 25 jungen Leute polnische Gastfreundschaft kennengelernt. Sie besuchten gemeinsam den Gottesdienst, unternahmen Freizeitaktivitäten, waren dabei bei einem großen Glaubensfest im schlesischen Oppeln mit tausenden anderen Pilgern aus verschiedenen Ländern.

 

Für Niklas Beucher ist es der erste Weltjugendtag

12 Teilnehmer vom Sponheimer Land

„Ich weiß gar nicht, ob ein Dank wirklich das rüberbringt, was wir hier erfahren haben“, sagt der 17-jährige Niklas Beucher aus Weinsheim bei Bad Kreuznach. Es ist sein erster Weltjugendtag. Bei der Messdienerwallfahrt in Rom vor zwei Jahren wurde er auf das katholische Großereignis hingewiesen. „Und ich war sofort begeistert.“ Beim Weltjugendtag freut er sich – neben den vielen Begegnungen mit jungen Gläubigen aus aller Welt – auf die Übernachtung auf dem Feld mit den rund zwei Millionen anderen Teilnehmern –  und der anschließenden Abschlussmesse mit Papst Franziskus.

Ich werde das hier nie vergessen

Gesucht und gefundenOppeln/Trier/Walsdorf - Unvorstellbar, wenn ich das verpasst hätte“, sagt die 83-jährige Erika Schwierz aus dem kleinen schlesischen Dorf Bieszynnik. Schon aus dem Bus heraus haben Jane Krämer (19) aus Pluwig bei Trier und Katrin Dichter (20) aus Walsdorf in der Eifel die quirlige Rentnerin tanzen und singen sehen. „Und dann gab es direkt eine Umarmung“, erklärt Katrin. „Ich freue mich so, dass ich sie hier haben kann“, sagt Schwierz. Jane und Katrin gehören zu den 150 jungen Leuten aus dem Bistum Trier, die zu den Tagen der Begegnung im Vorfeld des Weltjugendtages nach Polen gefahren sind. Nach Krakau kommen noch einmal 250 aus dem Bistum zu dem katholischen Großereignis dazu. Bei den Tagen der Begegnung lernen die jungen Pilger Land, Leute und Glauben in Polen kennen. Besonders die Geschichte des Landes könne Schwierz gut vermitteln, finden Jane und Katrin, die gemeinsam bei ihr untergekommen sind. „Die deutsch-polnische Geschichte steckt in Erika drin“, sagt Jane. Geboren wurde Schwierz 1933 als Deutsche, musste nach dem Zweiten Weltkrieg den polnischen Pass annehmen. Ihr Vater kam in ein Arbeitslager nach Kasachstan, und überlebte seine Rückkehr nur kurz. Sie selbst wurde als Deutschstämmige in der Schule diskriminiert. Schwierz ist eines von sieben Kindern, übernahm später den elterlichen Bauernhof mit seinen 18 Hektar, wo sie heute noch mit ihrem Sohn lebt. „Das Gelände ist einfach wunderschön“, sagen Jane und Katrin. Und es ist zudem geschmückt mit einer großen Weltjugendtagsflagge und mehreren kleinen. „Ich wollte es hier schön dekorieren“, sagt Schwierz.  Die Rentnerin war auch aktiv dabei bei dem umfangreichen Programm, das die jungen Pilger bei den Tagen der Begegnung erlebt haben: Stadtbesichtigung im nahen Oppeln, Gottesdienste in der Pfarrei Dylaki und einer sozialen Aktion, bei der die jungen Leute Plätzchen backten und sie später Alten und Kranken in der Pfarrei vorbeibrachten. Und für die beiden jungen Frauen machte Schwierz auch gleich einen Friseurtermin aus, damit sie auf traditionell schlesische Weise die Zöpfe geflochten bekamen. „Ich bin begeistert von der Gastfreundschaft“, sagt Jane. „Wie die Menschen sich hier ins Zeug legen.“ Und Katrin sagt: „Ich werde das hier nie vergessen, das muss man erlebt haben.“  Nach den Tagen der Begegnung geht es für die Pilger aus dem Bistum Trier weiter zum eigentlichen Weltjugendtag nach Krakau. „Ich freue mich auf die Gemeinschaft. Das ist etwas ganz großes“, sagt Jane. „Wir können uns mit jungen Leuten aus aller Welt über den Glauben austauschen“, fügt Katrin hinzu. „Und ich freue mich auf den Gottesdienst mit den Papst."

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