Jugend 027Schon fast vier Monate ist es her, als wir, 102 Pilgerinnen und Pilger aus dem Bistum Trier, uns auf den Weg nach Panama zum Weltjugendtag machten. Um die zehn bis elf Stunden sind wir geflogen, um an diesem Event teilzunehmen. Dieses Mal war die Anreise nicht so lange, denn das Nachtreffen fand vom 03.-05. Mai in Trier statt.

Freitagabend starteten wir mit einem Abendgebet, in dem zwei Pilger von den bewegtesten Erlebnissen ihrer Reise berichteten. Gabrielle erzählte von ihrer Gastmutter in Panama-City, die ihr geschrieben hatte, dass während der WJT-Woche die Notaufnahmen Panama-Citys frei von Opfern von Messerstechereien und Schießereien waren. Es war, als ob Gott mit den Pilgern durch die Stadt gezogen ist.

Zusammen schwelgten wir dann mit einem kurzen Film über unsere Erlebnisse in Panama in Erinnerungen. Dieser gab dann den Anstoß zu „The best of Panama/Brüssel – Das Ranking“. Über „Was war eure beste Glaubenserfahrung“, „Was war euer tollstes Erlebnis mit der Gruppe“ und „Was war das Unnötigste, was ihr aber trotzdem mitgeschleppt habt“ haben wir uns ausgetauscht und kamen ins Gespräch. Der Abend klang dann gemütlich mit einem Kaltgetränk und Musik aus.

Nach einer Nacht in der Turnhalle des AMGs, die für einige länger, für manche küJugend 009rzer war, starteten wir den Tag mit einem Fishbowl mit Weihbischof Peters. In der Austauschrunde „Irgendetwas wird dieser Weg schon in mir verändern“ sprachen wir mit ihm, wie man die Erfahrungen und Erlebnisse von Panama nach Deutschland in den Alltag oder das Kirchenleben bringen kann. Mit George Ezras Lied „Blame it on me“ und dessen Vers „What are you waiting for?“ ging’s dann in die zweite Hälfte des Fishbowls. „Was hindert euch noch daran, die Ideen, die ihr in euren Köpfen habt, umzusetzen? Was braucht es dafür?“, diese Fragen standen im Mittelpunkt.

Nach zwei spannenden und auch ergebnisreichen Stunden eröffneten wir den Jugendtag mit der WJT-Hymne und unserem Tanz. Die 400 Kinder und Jugendlichen tanzten bei der zweiten Runde sogar mit und waren sozusagen schon warm getanzt für den Jugendgottesdienst. In diesem legten einige Weltjugendtagspilger/-innen ein Glaubenszeugnis ab: „Allein in einem fremden Land, dessen Sprache man nicht spricht. […] Ich war zwar physisch alleine, aber in Gedanken waren wir alle verbunden und halfen uns gegenseitig“, erzählt Anne von ihrem Aufenthalt in ihrer Gastfamilie in Portobelo. Zur Gabenbereitung präsentierten wir noch Mal unseren Tanz im Dom, mit dem sich dann auch viele Menschen anstecken ließen.

Nach dem Abendessen hatten wir die Möglichkeit das Theaterstück des AMGs uns anzuschauen und am Taizé-Gebet teilzunehmen, bevor dann unsere kleine Panama-Party stieg. Hier zeigten uns die einzelnen Gruppen, wie sie ihre Reise nach Panama oder Brüssel erlebt haben. Es gab die Pantomimenversion von Panama („Panamime“), eine sportliche Erzählung einer Geschichte und zwei Kurzversionen des Weltjugendtags. Mit ausgelassener Stimmung schauten wir uns dann noch eine Stunde die lange Version des Weltjugendtagsfilm an.

Sonntags starteten wir mit Workshops rund um den WJT in Panama und Brüssel. Wie sah mein Weltjugendtag aus? Mit Sand, Fotos, Zeitschriften und vielem mehr gestaltete sich jeder sein persönliches, kleines, kreatives Kunstwerk. Im „Escape Jugend 017Room: Panama“ hatte man 60 Minuten Zeit, um aus einem geschlossenen Raum zu kommen. Durch Rätsel, Puzzle und Suchen haben es beide Gruppen rechtzeitig geschafft. Im Workshop „(Un)gerechter Handel“ ging es um verschiedene Völker, die miteinander Handel betreiben mussten. Durch bestimmte Regeln und Einschränkungen verlief das aber nicht immer ganz reibungslos. Auch im Workshop „Homosexualität und Kirche – wir müssen reden!“ wurde diskutiert. Was sagen Bibel, Theologie, Recht und unsere Biologie zu dem Thema? Außerdem stand ein Berufungsparcours für uns zur Verfügung.       

Der Abschluss des Nachtreffens fand dann in einem Dankgebet in der Kapelle des AMGs statt. Wir schrieben unsere Wünsche und Hoffnungen für die Umsetzungen unserer Ideen auf Zettel und packten diese in eine Flaschenpost, die bald in der Nähe von Rom ins Meer geworfen wird. Mit dem Spruch „Gott geht mit dir auf all deinen Wegen“ segnete uns abschließend Weihbischof Peters.

Und so geht das Kapitel WJT Panama zumindest zeitlich gesehen dem Ende entgegen. Doch die Erlebnisse und Ideen bleiben bestehen und werden auch noch in Zukunft lange Bestandteil unseres Lebens sein. Gestärkt gehen wir also dem nächsten Projekt entgegen: Lissabon 2022!


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