Kyllburg Vorbereitungstreffen 2015

IMG 0467 Spaß haben in großer Gemeinschaft und gemeinsam den Glauben leben. Darauf freuen sich Johanna Kehrbaum und Nicole Schneider, wenn sie im Juli nächsten Jahres zum Weltjugendtag nach Krakau fahren. Zur Vorbereitung auf das Großereignis sind die beiden 18-jährigen Triererinnen am Wochenende vom 4. bis 6. Dezember nach Kyllburg gefahren, zusammen mit rund 100 weiteren jungen Leuten. Die Abteilung Jugend im Bistum Trier hatte zu dem Vorbereitungswochenende eingeladen. Auch 22 Gäste aus Polen waren dazu angereist. Auf dem Programm standen unter anderem verschiedene Workshops, Impulse, Spiele, Austausch und Gottesdienst.

„Über Glaubens- und Sprachgrenzen hinaus“ könnten sich die jungen Leute beim Weltjugendtag austauschen, sagte Weihbischof Jörg Michael Peters. Er wird die Gruppe aus dem Bistum Trier im Juli begleiten, und war auch in Kyllburg mit dabei. Das Vorbereitungs-Wochenende sei schon eine gute Einstimmung auf das Thema des Weltjugendtages gewesen, erklärte Peters. Das Motto lautet: „Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden.“ Bei einer Katechese konnten sich die jungen Leute in Kyllburg an verschiedenen Stationen mit der Frage nach Barmherzigkeit befassen. „Wo hast du schon Barmherzigkeit erlebt?“ Die Antworten reichten von Flüchtlingshilfe bis Unterstützung beim Lernen. „Mit welchen Personen oder Gruppen verbindest du Barmherzigkeit?“ Nicole und Johanna fällt als erstes Mutter Theresa ein. Nicole schreibt es auf ein Plakat. Die beiden jungen Frauen sind Teil einer Gruppe aus 20 Personen, die sich einmal im Monat an ihrer Schule, dem Trierer Angela-Merici-Gymnasium, zu einer Weltjugendtags-Arbeitsgruppe treffen. „Und hier in Kyllburg können wir uns noch mehr darauf einstimmen“, sagt Johanna.

Auch Florian Harpers (26) aus Wallerfangen freut sich auf den Weltjugendtag. 2011 war er schon in Madrid dabei. „Man kann einfach mit so vielen Gleichaltrigen den Glauben leben und sich darüber austauschen“, erklärt er. Zudem ist er sehr interessiert an dem Land Polen, seiner Kultur und Geschichte. „Als ich gehört habe, dass der Weltjugendtag in Krakau stattfindet, war mir gleich klar, dass ich mitfahre.“ Ob Luisa Rath (23) aus Koblenz im Juli dabei sein wird, weiß die Studentin noch nicht. „Aber das Wochenende in Kyllburg wollte ich mir nicht entgehen lassen.“ 2008 war sie in Sydney bei dem Großereignis dabei, 2013 in Rio de Janeiro. „Es ist einfach eine gute Gemeinschaft, die in Kyllburg bei den Vortreffen zusammenkommt“, sagt Luisa. Am Weltjugendtag selbst gefällt ihr, „Menschen aus aller Welt kennenzulernen“, die „Neugier, die die Menschen verbindet“ sowie zu sehen, „wie der Glaube in anderen Ländern gelebt wird“.

Einen kleinen Einblick darauf konnten sich die jungen Leute aus dem Bistum Trier schon in Kyllburg machen. 13 polnische Gäste aus Krakau kamen zum Wochenende, sowie neun aus Oppeln. Dort gibt es im Juli für die jungen Leute aus dem Bistum Tage der Begegnung. Dabei leben sie in Gastfamilien. „Es ist schön, die Leute aus dem Bistum Trier schon mal kennenzulernen“, sagt Grzegorz Gurbala (35) aus Oppeln. Und „es macht einfach Spaß, mit ihnen gemeinsam Gottesdienst zu feiern und sich auszutauschen.“ In einem halben Jahr ist es soweit. Dann werden sie alle in Krakau in großer Gemeinschaft, mit Millionen junger Leute aus aller Welt, den Glauben leben. Einen Vorgeschmack gab es schon mal in Kyllburg.

Das Bistum Trier bietet drei Möglichkeiten für die Fahrt zum Weltjugendtag an: Die  Teilnahme „nur“ am Weltjugendtag selbst vom 25. bis 31. Juli (235 Euro) bei eigener An- und Abreise; ein Modul vom 24. Juli bis 1. August mit organisierter An- und Abreise (400 Euro); sowie die Möglichkeit ab 17. Juli an einem Vorprogramm in Neisse teilzunehmen, sowie an Tagen der Begegnung in Oppeln (540 Euro). Höhepunkt des Weltjugendtages ist eine Abschlussmesse mit Papst Franziskus. Anmeldeschluss ist der 31. Januar. Weitere Informationen auf Facebook: www.facebook.com/triergoesweltjugendtag.

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